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Die Haushaltsgemeinschaft

Eine Haushaltsgemeinschaft (HG) ist nicht mit einer Bedarfsgemeinschaft (BG) zu verwechseln. Zu einer HG gehören alle Haushaltsmitglieder, die nicht Mitglied der BG des beschwerdeführenden ALG-II-Beziehers sind. Bewohnt man beispielsweise eine (echte) WG, ist also weder mit den anderen WG-Mitglieder verwandt noch liiert, dann bildet man eine eigene BG und gleichzeitig mit den anderen Mitbewohner eine HG. Dabei gehören die anderen Mitbewohner nicht zur eigenen BG, sondern können durchaus eigene BGs bilden. Das kann bei einer 4er-WG im Extremfall bedeuten, dass es vier BGs in einem Haushalt gibt.

Im Normalfall treten bei der genannten WG keine Probleme auf. Allerdings versuchen so manche Zeitgenossen, das Zusammenleben mit einem Partner oder einer Partnerin als WG zu deklarieren, was jedoch oft auffliegt und wo dann ein Widerspruch das letzte wäre, woran man denken sollte: vielmehr sollte man in solchen Fällen eher Geld für einen Fachanwalt für Strafrecht ansparen.

Viel öfter führt eine andere Konstellation zu Problemen: leben nämlich Verwandte zusammen in einer HG, wird das Amt von der Regelvermutung ausgehen, dass die HG auch gleichzeitig eine Wirtschaftsgemeinschaft bildet und der ALG-II-Bezieher von den anderen Haushaltsmitgliedern Mittel für den Lebensunterhalt erhält. Dementsprechend wird also eine BG unterstellt und das Einkommen der anderen Haushaltsmitglieder mit angerechnet.

Diese Regelvermutung hat nichts mit dem Zusammenleben von Paaren zu tun - für diese finden Sie entsprechende Ausführungen hier.

Wenn die Regelvermutung nicht zutrifft, sollte man diese widerlegen. Von ganz selbstverständlichen Sachen wie getrennte Zimmer und dgl. mal abgesehen ist dabei der zum zielführende Weg der Nachweis der entsprechenden getrennten Finanzen.

Wir bieten Ihnen fertige Schreiben an das Jobcenter mit folgender Thematik an:
  • Anhörungsschreiben zur Regelvermutung HG

Das Schreiben finden Sie hier.