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Der Ausschluss vom Wohngeld

Bei Bezug von bestimmten anderen Leistungen besteht entweder gar kein oder nur unter bestimmten Umständen ein Anspruch auf Wohngeld. Aber es gibt auch hier Ausnahmen.

ALG II BaföG Aufstiegs-BaföG Grundsicherung Sozialhilfe



ALG II

In diesem Zusammenhang gleichgestellt sind auch die Grundsicherung im Alter und bei Erwerbsminderung und die Sozialhilfe. Der Einfachheit halber wird hier nur von ALG II gesprochen - alles geschriebene gilt aber auch für die beiden anderen Bezüge.

Im ALG II sind bereits die Kosten der Unterkunft mit enthalten, weswegen das Wohngeld also eine doppelte Leistung darstellen würde. Daher schließt der Bezug von ALG II den gleichzeitigen Bezug von Wohngeld aus.

Allerdings gibt es eine Ausnahme: erhält man das ALG II nur als Volldarlehen, ist durchaus ein Anspruch auf Wohngeld vorhanden. "Volldarlehen" bedeutet dabei, dass der Regelsatz, die Kosten der Unterkunft und auch die Beiträge an die Krankenversicherung zusammen nur als Darlehen gewährt werden. Ein solches Volldarlehen ist gar nicht so selten und wird insbesondere dann gewährt, wenn man ein für ALG II zu hohes Vermögen hat, dies aber nachweisbar nicht oder nur unter erheblichen wirtschaftlichen Einbußen veräußern kann. Das ist typischerweise bei einem nicht selbst bewohnten Eigentumshaus oder eine nicht selbst bewohnte Eigentumswohnung und/oder bei Erbschaften der Fall, die nicht aus Bargeld bestehen und bei dem es zu Auseinandersetzungen mit der Erbengemeinschaft kommt. 

Wir bieten Ihnen fertige Schreiben an das Wohngeldamt mit folgender Thematik an:
  • Widerspruch wegen Ablehnung Wohngeldantrag trotz Volldarlehens ALG II
  • Widerspruch wegen Ablehnung Wohngeldantrag trotz Volldarlehens Grundsicherung
  • Widerspruch wegen Ablehnung Wohngeldantrag trotz Volldarlehens Sozialhilfe

Die Schreiben finden Sie hier.


BaföG

Bei Bezug von Schüler- und Studenten-BaföG besteht kein Anspruch auf Wohngeld, sofern man nicht mit jemanden zusammen wohnt, der grundsätzlich keinen Anspruch auf eine Ausbildungsförderung wie BaföG oder die Berufsausbildungsbeihilfe hat. Dieses Zusammenwohnen bezieht sich nicht zum Beispiel auf Mitglieder einer WG, sondern Personen, die mit dem Antragsteller im Rahmen einer Partnerschaft zusammenleben.

Das Schüler-BaföG wird als Vollzuschuss, das normale BaföG zur Hälfte als Zuschuss und zur Hälfte als Darlehen gezahlt. Beim Studenten-BaföG sind jedoch Ausnahmefälle möglich, bei dem das gesamte BaföG nur als Darlehen gewährt wird. Dieses BaföG-Darlehen ist nicht gleichzusetzen mit einem Bildungs- oder Studienkredit!

Bekommt jemand also das BaföG als Volldarlehen, besteht ein Anspruch auf Wohngeld.

Wir bieten Ihnen fertige Schreiben an das Wohngeldamt mit folgender Thematik an:
  • Widerspruch wegen Ablehnung Wohngeldantrag trotz Volldarlehen BaföG

Das Schreiben finden Sie hier.


Aufstiegs-BaföG

Neben dem Schüler- und dem Studenten-BaföG gibt es auch noch das Aufstiegs- (früher Meister-)BaföG. Dies wird bei einer beruflichen Weiterbildung z.B. vom Gesellen zum Meister gewährt. Dabei haben diese Auszubildenden meist die Wahl zwischen Schüler- und dem Aufstiegs-Bafög; wobei - je nach persönlicher Situation - beide BaföG-Arten für den zukünftigen Meister Vor- und Nachteile haben.

Doch genau diese Wahlmöglichkeit ist für viele Wohngeldämter Grund genug, einen Wohngeldantrag nur deswegen abzulehnen, weil ja dem Grunde nach ein Anspruch auf das Schüler-BaföG bestehe. Eine solche Ablehnung ist nicht rechtens und man sollte gegen einen solchen Ablehnungsbescheid nur aus diesem Grunde unbedingt Widerspruch einlegen.
Wir bieten Ihnen fertige Schreiben an das Wohngeldamt mit folgender Thematik an:
  • Widerspruch wegen Ablehnung Wohngeldantrag allein wegen grundsätzlichen Anspruch auf Schüler-BaföG bei Bezug von Aufstiegs-BaföG

Das Schreiben finden Sie hier.